Schöne alte Welt

Die Margarethenkirche in Kierspe – hat keine Hauptrolle, kommt aber in meinem Roman auch vor.

Vermutlich habe ich die Redewendung vom Schuster, der selbst die schlechtesten Schuhe hat, hier schon verwendet. Und beschämt muss ich mal wieder feststellen, dass ich als PR-Frau seit Ewigkeiten nichts auf diesem Blog veröffentlicht habe – dabei hat sich doch einiges getan im letzten Jahr!

Ich konnte ja nicht ahnen, dass eine Pandemie gerade dann ausbricht, wenn ich meinen ersten historischen Roman veröffentliche. Dabei hatte ich schon eine Menge Ideen, wo ich ihn überall präsentieren könnte, schließlich spielt er zu großen Teilen in meiner Heimatstadt Kierspe. Meine Heldin Nini geht in der Margarethenkirche zum Gottesdienst und sieht sich in einem Hammerwerk, das durchaus in der Schleipe stehen könnte, die Herstellung von Spaten an. Und wohnen tut sie in einem Gutshaus, das ich in meiner Fantasie dort entstehen ließ, wo sich tatsächlich das Haus Isenburg befindet. Hier habe ich mich vor dem Tor fotografieren lassen:

Einige Jahre habe ich hier mal in einer Agentur gearbeitet. Inzwischen ist das Haus in andere Hände übergegangen.

Worum geht’s in dem Roman? Meine Grundfrage war, was wohl passieren würde, wenn zwei Leute mit sehr unterschiedlicher Herkunft heiraten in einer Zeit, in der eine Ehe nur schwer aufzulösen ist und der Ehemann automatisch das absolute Verfügungsrecht über seine Frau hat. Jakob ist der uneheliche Sohn einer Dienstmagd und im Haushalt eines jüdischen Bankiers in Düsseldorf aufgewachsen, dessen Unternehmen er dann übernommen hat. Er investiert hauptsächlich in Firmen mit zukunftsorientierten Konzepten, weshalb er keine große Lust hat, Geld in das heruntergewirtschaftete Gut der Familie von Velendorff zu stecken. Aber als er Pauline, die Schwester des Gutsherrn, bei seinem Besuch kennenlernt, ändert er seine Meinung. Wenn sie ihn heiratet, wird er genug Geld zur Verfügung stellen, um den Betrieb zu sanieren und auf modernen Stand zu bringen.

Wie damals üblich, wird die Hochzeit relativ bald und ohne viele Möglichkeiten zum Kennenlernen gefeiert. Nini findet ihren Bräutigam zwar sympathisch, ist mit seinen Lebensumständen aber kaum vertraut. Während sie als gläubige Protestantin aufwuchs, hat Jakob wenig Bezug zu Glaubensfragen und bringt eher schlechte Erfahrungen mit, weil er aus nächster Nähe mitbekam, wie sein jüdischer Ziehvater behandelt wurde. Ihre Flitterwochen verbringen die beiden auf seinem Gut in Kierspe, bevor es zurück nach Düsseldorf geht. Während Nini erwartet, dass sie ihren Teil im Haushalt leisten kann, hat Jakob eher die Vorstellung einer adligen Dame, der er mit seinem Reichtum ein luxuriöses Leben mit vornehmem Nichtstun ermöglichen will. Die Herausforderung ist daher, diese unterschiedlichen Weltsichten zu überbrücken, auch wenn beide nicht besonders gut darin sind, ihre Ansichten offen auszusprechen. Wie kann es gelingen, trotz dieser Hindernisse eine harmonische Beziehung aufzubauen?

Der Roman ist als Hardcover bei SCM erschienen und in allen Buchhandlungen und Online-Shops lieferbar.



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Bitte feste ziehen

So oder so ähnlich …

Manchmal kann man sich ja das Leben schwer machen. Das tut nicht nur Beate, die Heldin in meinem neuen Roman Wir ziehen alle an einem Boot, sondern auch ich selbst. Zweimal habe ich für das EBook eine Datei hochgeladen, die nicht komplett korrigiert war. Wenn ihr also ganz schnell wart mit dem Download und euch über die vielen Fehler wundert: ja, das war ich. Aber nicht mit Absicht. Und jetzt müsste es auch stimmen.

Dann das Taschenbuch. Jedes Mal wieder derselbe Stress mit den Seitenzahlen, die ja erst mit dem eigentlichen Text erscheinen sollen und nicht schon in der Titelei. Jetzt weiß ich, wie es geht, aber bis zum nächsten Mal hab ich das längst wieder vergessen. Die Covergrafik hatte das falsche Format, ach ja. (Als Europäer denkt man halt in Zentimetern und DIN-Formaten und nicht in Zoll.) Aber irgendwie klappt dann doch noch alles, und jetzt ist es fertig und bei Amazon eingestellt.

Dabei geht es doch um den Inhalt! Und über den habe ich längere Zeit gegrübelt. Viele von euch wünschten sich eine Fortsetzung zu meinem Buch „Glück hat auf Dauer nur der Glückliche“ und wollten Oma Alma wiedertreffen. Aber ich wollte ungern Felix und Beate auseinanderbringen, während sie ihre Hochzeit planen; trotzdem muss ja etwas passieren, damit es eine anständige Geschichte wird. Deshalb habe ich der armen Beate viel aufgehalst: das Konto im Minus, die Auftragslage schwankend, und dann meldet sich ihr Ex mit einem interessanten Angebot. Patenkind Mieze verliebt sich und Nachbar Benno irgendwie auch, und mitten im Trubel geht ein B-Test verloren …

Wenn ihr jetzt nicht neugierig geworden seid, dann ist es nicht das richtige Buch für euch. Wenn aber doch, dann könnt ihr es bei Amazon bestellen. Viel Vergnügen!

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Welttag des Buches

Heute ist Welttag des Buches – ursprünglich der Geburtstag des spanischen Schriftstellers Cervantes, dem wir „Don Quichotte“ verdanken. Normalerweise werden an diesem Tag eine Menge Aktionen rund ums Lesen veranstaltet; dieses Jahr macht das Coronavirus uns einen Strich durch die Rechnung. Dabei ist Lesen doch etwas, das man auch in Quarantäne und Isolation tun kann – es entführt uns in andere Welten, lässt uns lachen oder weinen, versetzt uns in atemloses Gruseln oder ungläubiges Staunen. Wenn echte Reisen nicht möglich sind, lasst euch durch Bücher an alle Orte der Welt und darüber hinaus bringen!

Mein Beitrag zum World Book Day ist das EBook von „Glück hat auf Dauer nurder Glückliche“ zum Sonderpreis von 1,99 € auf Amazon. Und das Versprechen, dass es bald die Fortsetzung gibt. Arbeitstitel: „Wir ziehen alle an einem Boot“. Oma Alma lässt grüßen!

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Lesestoff für die Feiertage

Weil es momentan nicht möglich ist, in Bibliotheken und Buchhandlungen nach interessanten Büchern zu suchen und mal durch die Regale zu stöbern, hat sich der Verein DELIA (Deutsche Liebesroman-AutorInnen) überlegt, dass wir unseren LeserInnen doch mal Bücher vorstellen könnten, die vielleicht ihren Geschmack treffen. Deshalb weise ich euch heute auf einen Roman hin, dessen Grundidee sofort mein Leserherz erobert hat:

„Das Leben ist zu kurz für Bleistiftröcke, Hochsteckfrisuren und verpasste Chancen! Liane ist Ende dreißig und führt ein unspektakuläres Leben – aus Angst, dass ihr etwas Schlimmes passieren könnte. „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, pflegt sie zu sagen. Flugreisen, Extremsportarten und Spaziergänge im Dunkeln vermeidet sie deshalb am liebsten. Doch als Liane eine Diagnose bekommt, die alles verändert, gibt es plötzlich keinen Grund mehr für sie, vorsichtig zu sein. Etwa das Survivaltraining im Gebirge abzusagen, das ihr Chef organisiert hat. Oder den jahrealten Brief ihrer Adoptivmutter nicht zu öffnen. Liane entdeckt, dass das Leben gefährlich schön sein kann und man manchmal springen muss, um das Glück zu ergreifen …“

Und weil ich die Chance hatte, Autorin Anna Paulsen dazu ein paar Fragen zu stellen, erfahrt ihr gleich noch mehr.

Foto: © Gaby Gerster, www.feinkorn.de

Frage: Was ist für dich das Schönste am Schreiben?

Antwort: Das Schönste am Schreiben ist für mich die Vorstellung, mit meinen Geschichten die Leser*innen zu berühren. Sie zum Lachen, Nachdenken, Träumen, Hoffen, Bangen, manchmal auch zum Weinen zu bringen. Ist es nicht Wahnsinn, was man mit dreißig Buchstaben für Welten entstehen lassen kann?

Frage: Was darf in deinen Romanen auf keinen Fall fehlen?

Antwort: Humor. Auch wenn es sich um tiefe Gefühle handelt, ohne Humor kann ich einfach nicht schreiben. Überhaupt bin ich davon überzeugt, dass Komödie und Tragödie zwei Seiten derselben Medaille sind. Sie brauchen einander. In Romanen ebenso wie im wirklichen Leben.

Frage: Was fasziniert dich am Genre Liebesroman?

Antwort: Liebe ist das schönste Gefühl der Welt – es verhindert, dass Egoismus unser Denken und Handeln bestimmt. Wir tun die verrücktesten Dinge aus Liebe, und deshalb lassen sich darüber auch so herrlich vielfältige Geschichten erzählen. Geschichten, die optimistisch und glücklich machen!

Mit diesem Lese-Tipp wünsche ich euch schon mal schöne Ostertage. Übrigens: auch wenn die Buchhandlungen augenblicklich geschlossen sind, liefern die meisten von ihnen gerne Bücher auf Bestellung aus – ruft einfach an oder nutzt die Online-Bestellfunktionen!

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Ungehindert

Zugegeben, die Zeiten sind nicht einfach. Aber wir sollten trotzdem versuchen, über unsere eigenen Befindlichkeiten hinauszusehen. Mir jedenfalls geht es immer noch gut – und euch?

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Unvorsichtig

Ach, wäre ich doch immer so weise, wie meine Fabeln es lehren. Dann würde ich mich vielleicht nicht so oft in Nebensächlichkeiten verzetteln und dabei das wahrhaft Wichtige nicht beachten.

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Katzengeschichte

Bald ist wieder Valentinstag – und damit ein guter Anlass, um eine neue Kurzgeschichte zu schreiben. Mal nichts Weihnachtliches und auch nichts Historisches (ja, es wird diesen Sommer erstmals einen historischen Roman von mir geben, und augenblicklich bearbeite ich gerade das Manuskript). Sondern eine Geschichte aus dem täglichen Leben – wer eine Katze hat, kann sie sicherlich nachvollziehen. (Und wer keine hat: die Tierheime sind voll davon!)
Wenn ihr also mit jemandem den Valentinstag begeht, wünsche ich euch viel Spaß. Und wenn nicht, dann habt ihr hier wenigstens etwas zu lesen:

Wie immer gilt: ihr könnt die Datei mit der Geschichte gern herunterladen und an andere weitergeben – nur vor einer eigenen Veröffentlichung bitte ich darum, mich zu kontaktieren. Danke!

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Unbegrenzt

Vielleicht sollte ich mir meine eigene Fabel viel häufiger unter die Nase reiben. Wie oft stecken wir unsere Grenzen viel zu eng, weil wir nicht genau hinschauen, weil wir in Gewohnheiten und den Vorgaben anderer verfangen sind, statt selbst auszuprobieren, was alles geht?

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Ungedrückt

Kaninchen und Schlange

Schon wieder ein Beitrag! Meine eigenen Fabeln machen mir so viel Spaß, dass ich sie unbedingt weitergeben möchte. Wikipedia schreibt: „Die Fabel (lateinisch fabula, „Geschichte, Erzählung, Sage“) bezeichnet eine in Vers oder Prosa verfasste, kürzere Erzählung mit belehrender Absicht, in der vor allem Tiere … menschliche Eigenschaften besitzen (Personifikation) und auch menschlich handeln (Bildebene). Die Dramatik der Fabelhandlung zielt auf eine Schlusspointe hin, an die sich meist eine allgemeingültige Moral (Sachebene) anschließt.“ So, nun wissen wir das. Trifft es auf meine Fabel zu?

Tiere? Klar. Kürzere Erzählung? Ja, ich kann mich offensichtlich auch kurz fassen! Belehrende Absicht … nun ja, das müsst ihr entscheiden. Meine Absicht war eher unterhaltend, weil ich selbst immer über diese kurzen Beiträge auf Facebook oder Pinterest schmunzeln kann. Schlusspointe und Moral – zweifelhaft. Ich jedenfalls würde mich nicht von einer Python drücken lassen. Aber ich vermute, damit sage ich niemandem was Neues.

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Geht doch

Ich weiß nicht, ob es anderen Autoren auch passiert, aber ich finde gelegentlich Texte wieder, die ich vor längerer Zeit geschrieben habe, und bin überrascht von meinen eigenen Ideen.

So ging es mir jetzt mit einer Datei, die den Titel „Fabeln“ trug und an die ich mich zunächst gar nicht erinnern konnte. Dann fiel es mir wieder ein: vor Jahren habe ich mal für einen Kunden einige kurze Fabeln geschrieben, die aber dann doch nicht verwendet wurden. Im Zuge der Nachhaltigkeit beschloss ich deshalb, diese Texte nicht einfach ruhen zu lassen, sondern mit entsprechenden Fotos zu unterlegen, damit ich sie zur Unterhaltung meiner Freunde auf Facebook und Instagram verwenden kann. Und hier natürlich auch – dann hab ich wenigstens ab und zu einen Anlass, einen neuen Beitrag zu schreiben.

Das erste Beispiel (siehe oben) ist nicht auf meinem Mist gewachsen – ich gebe das direkt zu, bevor jemand anders mich rügt. Trotzdem finde ich, dass so viel Weisheit darin steckt. Wie oft sagt uns jemand, dass etwas nicht geht, statt uns zu ermutigen, es mit Kreativität und Zuversicht zu versuchen? In diesem Jahr steht die Fastenzeit – die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern – unter dem Motto „7 Wochen ohne Pessimismus“. Ist das nicht eine tolle Alternative zum klassischen Fasten? Ich jedenfalls möchte in dieser Zeit darüber nachdenken, wie ich optimistischer werden kann, auch oder gerade angesichts einer bedrückenden Weltlage mit vielen Krisenherden und der drohenden Klimakatastrophe. Ich kann nicht die Welt verändern – aber ich will auch die Hände nicht resigniert in den Schoß legen. Und so werde ich nach und nach meine Fabeln auf Reisen schicken. Mal sehen, was daraus wird.

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